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| Radioaktivität |
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Angst vor Radioaktivität
Es gab nie eine Welt ohne Radioaktivität. Früher galt Radioaktivität
als gut, als gesund, denken wir nur an die Aufschrift "radioaktiv" auf
Mineralwässern, an die Kuren in Badgastein etc. Doch seit den Atombomben
auf Hiroshima und Nagasaki wird Radioaktivität von vielen Menschen mit Angst
und Tod verknüpft.
Zum Nichtwissen und Halbwissen vieler Bürger ist nach dem Unfall in Tschernobyl
Misstrauen gegenüber Experten und Behörden hinzugekommen,
weil es nicht gelang, den Laien Radioaktivität verständlich zu machen.
Wer hat schon in der Volksschule etwas gehört von Becquerel, Gray, Sievert,
Curie, rad, rem oder wie die unzähligen, ungewohnten Einheiten alle heissen.
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Strahlenschutz: Die
Natur kennt keine Grenzwerte
Beim Bau der ersten AKW war man sich bereits bewusst, dass mit Radioaktivität
sorgfältig umgegangen werden muss und alle Vorkehrungen getroffen werden
müssen, um unnötige Bestrahlung der Menschen zu vermeiden. Dafür
schuf man gesetzliche Vorschriften. Viele Dinge mussten verboten werden, um
die Grenzwerte einzuhalten: z.B. Beispiel Radiumleuchtziffern von Uhren und
Weckern,
Schuhdurchleuchtungsapparate (Pedoskop). Der Natur, dem Gestein kann man allerdings
nicht verbieten, weiter zu strahlen: Die Natur kennt keine Grenzwerte.
Kein Unterschied zwischen natürlicher und künstlicher
Strahlung
Woher die Strahlen auch stammen, ob von künstlich erzeugten radioaktiven
Stoffen oder von natürlichen Quellen, ihre Wirkung ist und bleibt immer
dieselbe! Im indischen Kerala und in den südamerikanischen Anden, ist die
natürliche Strahlenbelastung bis 100mal höher als bei uns. Langjährige
Untersuchungen dort zeigen, dass die Menschen nicht häufiger an Krebs
erkranken als anderswo.
Deutsch-Schweizerischer
Fachverband für Strahlenschutz e.V. |
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Radioaktivität gehört
zu unserem Leben
Niemand behauptet, dass Krebs durch tagelangen Regen ausgelöst wird. Regen
wäscht aber das natürliche radioaktive Radon aus der Luft aus, sodass
die Radioaktivität am Boden stärker erhöht wird, als durch die
normale Abgabe von radioaktiven Gasen im Abluftkamin eines Kernkraftwerkes.
Radioaktives Jod
Im Zusammenhang mit Tschernobyl stand das radioaktive Jod im Zentrum.
Die menschliche Schilddrüse braucht zum Funktionieren Jod. Die Schilddrüse
unterscheidet aber nicht zwischen radioaktivem und nicht radioaktivem
Jod.
Dies ist auch der Grund für die zahlreichen Schilddrüsenkrebse
in der Gegend von Tschernobyl, wo keine Vorsorge bestand. Bei uns hingegen
werden in der Umgebung von KKW Jodtabletten verteilt, damit die Schilddrüse
mit nicht radioaktivem Jod gesättigt werden kann und somit keine
Strahlenschäden auftreten. |
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