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Atomenergie in der Schweiz
 
 
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Als in den 60er Jahren die Wasserkraft in der Schweiz nicht mehr genügte, den Stromhunger der "boomenden" Nachkriegswirtschaft zu stillen, baute die Schweiz ein erstes Oelkraftwerk in Vouvry am Genfersee. In Kaiseraugst und in Rüthi im St. Galler Rheintal waren weitere grosse, fossil befeuerte Werke geplant. Doch der Bundesrat setzte in seinem Geschäftsbericht 1963 auf die neue, kompakte Energieform aus Uranspaltung, die Kernenergie.
Seine Gründe waren:
- die einfache Brennstofflagerung im eigenen Land
- der abgasfreie Betrieb von Kernkraftwerken.

1969 ging das erste schweizerische Kernkraftwerk in Beznau in Betrieb. Vom Standortgesuch bis zur Inbetriebnahme vergingen – aus heutiger Sicht äusserst kurze – 5 Jahre.

Heute produzieren die 5 Kernkraftwerke CO2-frei 40% des Schweizer Stroms:
- Beznau 1 1969, Druckwasser-Reaktor, 365 MW
- Beznau 2 1971, Druckwasser-Reaktor, 365 MW
- Mühleberg 1971, Siedewasser-Reaktor, 355 MW
- Gösgen 1979, Druckwasser-Reaktor, 970 MW
- Leibstadt 1984, Siedewasser-Reaktor, 1165 MW

Weitere Kernanlagen in der Schweiz:
- Forschungsreaktoren an den Universitäten von Basel and Lausanne,
- Kernforschungsinstitut: Paul Scherrer Institut PSI, 5404 Villigen,
- Zwischenlager ZWILAG, 5303 Würenlingen.

Jede Stromquelle hat Vor- und Nachteile. Es gibt keine Strombeschaffungsart, die nur Vorteile hat. Um die beste, umweltfreundlichste und wirtschaftlichste Lösung auszuwählen, müssen die Vor- und Nachteile aller Strombeschaffungsmöglichkeiten offen und vorbehaltslos miteinander verglichen werden.

Gemäss neuem Kernenergiegesetz wird das Schweizer Volk über den Bau eines neuen Kernkraftwerkes entscheiden können, da die Rahmenbewilligung für den Bau neuer Kernkraftwerke dem fakultativen Referendum untersteht...
Werden die neuen Kernkraftwerkstypen, bei denen auch bei Fehlern von Mensch und Technik die Umgebung in keinem Fall geschädigt wird, von der Bevölkerung akzeptiert werden?
Kernkraftwerke produzieren ständig Strom im Gegensatz zu Wind oder Solarkraftwerken. Die Frage stellt sich also, welchen Beitrag zur Stromversorgung die erneuerbaren Energien leisten können?

 
     
     
   
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